Pressemitteilung

7. April markiert den Gründungstag der DDG

60 Jahre an der Spitze der Diabetologie: Ein Rückblick auf Erfolge und Herausforderungen
05.04.2024

Es darf gefeiert werden: Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) begeht am 7. April ihr 60-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1964 setzt sich die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft erfolgreich für die Förderung von Wissenschaft und Forschung ein, bietet Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, zertifiziert Behandlungseinrichtungen, entwickelt Leitlinien und engagiert sich für mehr Prävention der Volkskrankheit Diabetes. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums blickt die DDG mit einer virtuellen Zeitreise auf einige der wichtigsten Meilensteine ihrer Geschichte zurück.

„Wir blicken mit Stolz auf die erfolgreiche Arbeit, die wir mit unserem Fachwissen und starkem Netzwerk auch in Zukunft fortführen werden“, so DDG Präsident Professor Dr. med. Andreas Fritsche. Interessierte können auf der Website der DDG eine virtuelle Zeitreise und einen Blick auf die wichtigsten Meilensteine ihrer Geschichte werfen: „Hier wird schnell ersichtlich, was sich bei der Forschung und Therapie des Diabetes in den zurückliegenden sechs Jahrzehnten verändert hat und wie Betroffene davon nachhaltig profitieren“, berichtet Fritsche. Kontinuierliche Forschung und innovative Technologien in der Praxis haben beispielsweise die Lebensqualität und -erwartung für Menschen mit Diabetes erheblich verbessert. Die Einführung ganz neuer Medikamentenklassen und neue Therapiemöglichkeiten wie Insulinpumpen und kontinuierliche Glukosemesssysteme verbessern die Behandlung der Krankheit sowie ihrer Folgeerkrankungen.

Ein weiterer Meilenstein, der die Behandlung maßgeblich verbessert und voranbringt, sind die Zertifikate und Weiterbildungen der DDG. „Diese Programme vermitteln dem Fachpersonal die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse, um die bestmögliche Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten zu gewährleisten“, so Fritsche. „Damit tragen sie auch zu einer hochwertigen und Leitlinien-gerechten Versorgung von Menschen mit Diabetes bei.“ 1978 schuf der Ausschuss Laienarbeit, ein Vorläufer des Ausschusses „Qualitätssicherung, Schulung & Weiterbildung“, die Grundlagen für die heute geltenden Qualitätskriterien in der Behandlung von Menschen mit Diabetes. Heute umfasst das Fort- und Weiterbildungsangebot der DDG die Diabetesberater*in DDG, Diabetesassitent*in DDG und die Diabetolog*in DDG. Kliniken und Praxen können sich gemäß leitlinienkonformer Qualitätsstandards sowie evidenzbasierte Patientenversorgung als „Klinik mit Diabetes im Blick“, „Diabeteszentrum DDG“ oder „Diabetes Exzellenzzentrum DDG“ zertifizieren.

Die Zahl der Diabeteserkrankungen in Deutschland nimmt kontinuierlich zu: Bis zum Jahr 2040 könnten weit über 12 Millionen Menschen betroffen sein, was auch der demografische Wandel nahelegt. Gleichzeitig nimmt die Zahl der diabetologischen Lehrstühle im Land ab. Dies wiederum hat negative Auswirkungen auf die Anzahl der Studierenden, die eine diabetologische Ausbildung erhalten. In diesem Kontext die Diabetologie zu stärken, in Forschung und Lehre, ist ausgesprochenes Ziel der DDG. „Als eine der größten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland wird die DDG auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nicht müde werden, ihre gesundheitspolitischen Forderungen weiterhin mit Nachdruck zu verfolgen: Im Interesse der an Diabetes erkrankten Menschen und derer, die sie täglich behandeln“, verspricht DDG Geschäftsführerin Barbara Bitzer.

In den 1950er Jahren waren weniger als eine Million Menschen in Deutschland von Diabetes betroffen. Doch mit der Zeit nahm auch die Zahl der Erkrankten rapide zu – ein erster Vorbote der heutigen weltweiten Diabetes-Epidemie. Inspiriert von den Entwicklungen in den angelsächsischen Ländern gründeten führende Diabetologinnen und Diabetologen im April 1964 die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) in Wiesbaden unter der Leitung von Professor Karl Oberdisse. In der neuen Fachgesellschaft bündelte sich die Diabetes-Expertise. Das hatte zur Folge, dass ganz neue Berufsgruppen wie Diabetesberater*innen DDG oder Fuß- und Wundassistent*innen DDG entstanden. Auch die von der DDG organisierten zwei großen diabetologischen Kongresse im Frühjahr und Herbst bringen dem wichtigen Querschnittsfach mehr Aufmerksamkeit. So treffen sich dort jährlich etwa 11.000 Teilnehmende zu einem interdisziplinären Austausch und diskutieren Neuigkeiten aus Forschung und Versorgung.

Eine interaktive DDG Zeitreise können Interessierte mit wenigen Klicks hier virtuell erleben: https://www.youtube.com/watch?v=-8HKJ5NlY5k